Mühlenbetrieb
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| Dinkel im Spelz | Steinausleser |
Nach der Getreideannahme durchläuft der Dinkel viele Stationen bis zu einem Fertigprodukt...
Zuerst werden Strohhalme, magnetische Metallteile, Sand und Steine aussortiert. Nach der Vorreinigung wird der Dinkel gegerbt (d.h. er wird entspelzt; der Kernen wird aus dem Spelz gelöst).
Die Hauptelemente des Gerbganges sind die Gerbsteine, welche horizontal aufeinander liegen, wobei der untere starr ist (Bodenstein) und der obere sich dreht (Läuferstein).Als Material wird eine spezielle Sandsteinmischung verwendet. Durch den Schluck (konischer Eintritt) gelangt das Produkt zur Gerbbahn. Je nach Beschaffenheit wird der Abstand der Steine so eingestellt, dass der Kernen nicht verletzt wird.
Gerbmaschine |
Die Feineinstellung ist die Kunst des Müllers Danach sortiert man mit der Gerbmaschine folgende Produkte:Dinkelkernen Spreu Dinkel im Spelz (durchläuft ein zweites Mal den Gerbgang bei feinerer Einstellung) |
Jetzt beginnt die eigentliche Mühlenreinigung. Sie ist unterteilt in
SchwarzreinigungDas Entfernen von Kornbesatz (Bruchkorn, Schmachtkorn, Fremdgetreide, Auswuchs, Schädlingsfrass, frostgeschädigte Körner, Körner mit Keimverfärbung) und Schwarzbesatz (Unkrautsamen, Mutterkorn, verdorbene Körner, Brandbutten, Verunreinigungen und Spelzen), durch Rundkorn-, Langkorntrieur sowie Tischausleser.
WeissreinigungOberflächenreinigung durch Schäl-, Bürst- und Scheuermaschinen.
Leichtkornausleser |
Erst nach diesen Schritten befindet sich der Dinkel in dem hygienischen Zustand, der ihn für den Verzehr geeignet macht. Durch diese und noch andere Maschinen werden bis zu 5% der angelieferten Menge abgesondert. |
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Siebkontrolle am Plansichter |
Bei der Herstellung von Vollkornmehl oder Vollkornschrot werden die Körner mehr, oder für Schrot weniger fein zerkleinert. Von entscheidender Bedeutung für die Güte des Vollkornmehls ist, dass auch die Schalenteile fein zerkleinert werden und im Vollkornmehl enthalten sind, da man nur dann von einem Vollkornmehl sprechen kann. Für alle anderen Mehlarten ist das Mahlen des Dinkels ein umfangreicher Vorgang in mehreren Stufen. Geschrotet wird das Korn auf sogenannten Walzenstühlen. In diesen laufen grosse, geriffelte Walzen gegeneinander, die das Korn schneiden oder aufbrechen. |
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Beim Sieben des Mahlguts fallen folgende Bestandteile des Dinkels an: Grosse Schalenteilchen mit anhaftendem Mehl, die dann weiter von feiner geriffelten Walzen geschrotet werden |
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Das Ausmahlen der Griesse und Dunste erfolgt mit sogenannten Sodermühlen. Das Mahlen und Sieben im Plansichter wiederholt sich solange, bis kein Teil des weissen Mehlkerns mehr an der Schale haftet und somit nur noch die Kleie übrigbleibt.
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| Sodermühlen | Unsere Mahlsteine aus französischem Champagnerstein |
Um das Mahlgut während des Zerkleinerungsprozesses zu schonen, das heisst, seine natürliche Eigenschaften zu erhalten, setzen wir Sodermühlen ein. Der Erfinder, Ing. O. Soder, ging davon aus, dass sich gleichzeitiger Druck und Reibung negativ auf die Backeigenschaften auswirken. Deshalb hat er diese beiden Arbeitsgänge getrennt, und eine Kombination von Walzen- und Steinmühlen geschaffen.
In einem ersten Arbeitsgang mit Druckwalzen soll nur Druck ohne Reibung zur Anwendung kommen, in einem zweiten Arbeitsgang mit einer Walze mit Steinmantel und einem Steinsegment nur Reibung ohne nennenswerten Druck.
Erreicht wird dies durch die sehr griffige Oberfläche der Mahlsteine sowie die eindeutig längere Mahlzone der Steinmühlen gegenüber Walzenstühlen.
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| Durch unsere Wasserkraft ist uns ein umweltschonender Mühlenbetrieb möglich. Wir decken unseren gesamten Strombedarf aus der eigenen Turbinenanlage! |






